Southern Child – Daily Blog 7

Midday Posn: 20:34.8n37:06.8w
Wind: ENE 20 – 27 knts
Sea: ENE 1.5m
Daily Run: 208NM
Top Speed: 13.4 knts, Charlie, (shows he can do better when he applies himself, but still has not reached his full potential.)

Heute ist “Heiliger Abend” und ich darf als einzigeste Deutsche “on Board” den Block schreiben. Somit kann auch mal meine Familie und Freunde leicht den Block lesen 😉

Wir sind mitten in den Vorbereitungen fuer Weihnachten. Zwei Flaschen Champanger sind schon in der Kuehlbox und die Weihnachtsdekoration wird aufgehaengt. Ist schon ein wenig komisch alles, hier zu sein und nicht mit meiner Familie in den Bergen, gemeinsam im Schnee zu feiern. Allerdings ist es auch etwas besonderes mitten auf dem Atlantik, mit 8 Personen auf einem kleinem Boot zu feiern und ebenso meinen langen Traum in die Karibik zu segeln zu erfuellen. Nachts funkeln die Sternen am Himmel und im Wasser funkeln die Planktonsterne. Auch eine passende Stimmung zu Weihnachten.

Zweiter Hoehepunkt ist heute, dass wir “Bergfest” feiern. Wir haben die Haelfte der Gesamtseemeilen innerhalb 8 Tagen geschafft und nun liegen n u r noch ca. 1.400 Seemeilen vor uns. Seit wir unsere Segeln wieder gut gesetzt haben und somit endlich wieder gute Fahrt machen, holen wir staendig und sicher unseren verlorenen Vorsprung zu den anderen Booten ein. Auf Platz eins liegt Open Phoenix mit 337 Seemeilen Vorsprung und in der Tat liegt ein Boot mit 449 SM hinter uns. Wir verfolgen weiter das Ziel als drittes Boot, hinter den zwei grossen Booten in Antigua einzulaufen. Es gibt Spekulationen wie lange es noch dauern wird, vielleicht Silvester oder Neujahr oder wann auch immer es der Wind zulaesst 😉

Heute Nacht hatten wir fuer ca. 20 min. 33 Knoten Wind, was in der Dunkelheit eine kleine Herausforderung am Ruder war. Ansonsten verlief die Nacht ruhig mit 20-22 Knoten Wind und ca. 9 Knoten Bootsgeschwindigkeit.

Seit Tagen bin ich schon auf “Fischwache”, ausser fliegende Fische gibt es scheinbar keine Fische im Atlantik. Mit dem versprochenen Tunfisch muessen wir wohl bis Antigua warten.

Schon spannend was fuer Gedanken mitten auf dem Atlantik entstehen wenn z. Bsp. ploetzlich Wasserknappheit befuerchtet wird. Allerdings war das nur eine Befuerchtungen. Nachdem wir nun die Haelfte der Fahrt geschafft haben, hat unser Skipper bestaetigt das wir mehr als genuegend Wasser an Bord haben. Wir bleiben weiterhin sparsam und geduscht, Zaehne putzen wird weiterhin mit Salzwasser gemacht. Das Positive daran ist, dass wir angefangen habe uns auf das wesuns alle jetzt auf eine herrlich lange Suesswasserdusche im Hafen freuen. Nun gehen so langsam auch die Kekse aus, auch kein Problem, Das Positive daran ist, wir sparen wir ein paar Kalorien. Die neuste Befuerchtung ist Toilettenpapier…bestimmt finden wir auch da eine Loesung. Bin gespannt was daran dann Positiv war.

Gestern Abend habe ich zum 1. Mal in meinem Leben, nach all den Jahren Verbundenheit zu England, einen “englischen Pie” gekocht. @ Neil: bestimmt waerst du stolz auf mich gewesen 🙂

@ Matthias: Oft denke ich an dich. Du haettest bestimmt auch deinen Spass die Atlantikwellen runter zu surfen und den wunderschoenen Sternenhimmel zu betrachten. Was fuer ein Leben … ich geniesse es 🙂

*Ups* soeben wird es wieder sportlich, wir segeln gerade am Rande eines Squalls mit 32 Knoten. Marina laesst sich in der Pantry beim Kochen nicht davon ablenken und kocht uns leckeren Couscous. Well done Marina, dafuer das du noch nie segeln warst in deinem Leben. Hut ab 😉

Jetzt gilt es weiter zu machen mit unseren Aufgaben: Boot putzen, innen und aussen, kochen, schlafen, lesen, geniessen und soweit wie es moeglich ist zu entspannen.

Ich wuensche euch allen ein schoenes friedvolles Weihnachtsfest mit vielen Geschenken und Freuden. In Gedanken bin ich bei euch.

sonnige Meerblickgruesse, von der Mitte des Atlantiks,

Heike und die restlichte Crew

AHOI :-))